Hohenfelder Wehr bestand mit "Glanz
und Gloria" den Roten Hahn III
Hohenfelde (gb) „Ein gutes Pferd springt knapp“, meinte der Hohenfelder Wehrführer Ludwig Fink, als er Sonnabendmittag gefragt wurde, welche Punktzahl die 21 Aktiven und elf Jugendfeuerwehrleute wohl bei der Leistungsbewertung Roter Hahn III errungen haben könnten. Gerade war die Mannschaft von ihrer Einsatzübung auf dem Hof Podlech zurückgekommen und sammelte sich vor dem Feuerwehrgerätehaus. „Ihr habt mit Glanz und Gloria bestanden“, verkündete Prüfungsleiter Hermann Buhmann, „416,4 Punkte“. Damit sind die Leistungen der Hohenfelder durch ein hervorragendes Ergebnis gewürdigt worden.
Schon um acht Uhr mussten die Blauröcke und die Jugendwehr antreten und vor dem Fachwart für Leistungsbewertung Hermann Buhmann aus Kührsdorf und seinem Team Thomas Krause aus Lutterbek, Heiner Arp aus Stein, Hans-Jürgen Meyke aus Pohnsdorf und Michael Hagen aus Wankendorf zeigen, was sie drauf haben. Nachdem das Marschieren gut geklappt hatte, hielt Wehrführer Ludwig Fink ein 20-minütiges Referat über das Thema „Schornsteinbrände“ – denn im Februar war die Wehr zu einem Schornsteinbrand bei einem Kameraden ausgerückt.
 Nach dem Vortrag des Sicherheitsbeauftragten Volker Lorentz nahm die Prüfungskommission das Gerätehaus, das TSF-W und die Buchführung mit Nachweisen der ärztlichen Untersuchungen in Augenschein. Bei der Technischen Hilfeleistung mussten die Blauröcke eine Person retten, die unter einem umgestürzten Baum eingeklemmt war. Die dafür eingesetzte Puppe hatte viel zu tun, denn gleich darauf spielte sie eine „vermisste Person“ und wurde von Atemschutzgeräteträgern in der verqualmten Scheune gesucht und – mit einer „Fluchthaube“ mit Filter über dem Kopf – gerettet.
 „Ausgezeichnet“, lobte Hermann Buhmann den Gruppenführer, und auch dem Wehrführer bescheinigte er „hervorragende Arbeit“. Natürlich gab es auch Kritikpunkte, aber die bat der Prüfungsleiter, als „Hinweise“ zu werten. Und einmal irrte er sich. Als er nämlich anmerkte, bei der Rettung der „vermissten Person“ hätte gut und gern eine Trage zum Einsatz kommen können, mussten ihm die Hohenfelder sagen, dass die in ihrem Fahrzeug gar nicht vorgesehen ist. Das wird sich aber sicher ändern, wenn die Wehr im nächsten Jahr ihr neues Löschfahrzeug LF 10/6 erhält.
 „2006 der erste Stern, 2007 der zweite, 2009 das 75-jähriges Bestehen, 2010 der dritte Stern und 2011 das neue Fahrzeug“, freute sich Wehrführer Ludwig Fink, dem auch Kreiswehrführer Manfred Stender und Amtswehrführer Karl-Heinz Antolic gratulierten. Hermann Buhmann hatte nur noch zu bemängeln, dass der zweite Stern falsch auf das Schild der Leistungsbewertung „Roter Hahn“ geklebt worden war. Aber das tat er augenzwinkernd, um sich gleich darauf mit deftigem Schinkenbrot zu stärken, das die Frauen der Aktiven vorbereitet hatten. (Text: Gabriele Butzke)

Angetreten vor dem Feuerwehrgerätehaus: die Aktiven und die Jugendfeuerwehr
die an der Leistungsbewertung teilgenommen haben. Foto Butzke

Die Atemschutzgeräteträger suchen in der verqualmten Scheune
nach der "vermissten Person" Foto Feuerwehr Hohenfelde