Freiwillige Feuerwehr Hohenfelde feierte 75-jähriges Bestehen
Von der "Ablöschwehr" zur modernen Einsatzgruppe
Hohenfelde (gb) Als eine von 48 Wehren im Kreis Plön feiert die Freiwillige Feuerwehr Hohenfelde 2009 ihr 75-jähriges Bestehen. Grund für diese Häufung der Jubiläen ist das Preußische Feuerschutzgesetz von 1934, das für jeden Ortspolizeibezirk die Gründung einer Feuerwehr vorschrieb. So wurde in Hohenfelde am 15.Februar 1934 aus der bisherigen "Brandwehr" eine "Feuerwehr". Und die entwickelte sich - wie Wehrführer Ludwig Fink am Pfingstsonnabend auf dem Festkommers betonte - nochmals von der "Ablöschwehr" zur modernen, leistungsfähigen Einsatzgruppe, bei der die Aufgabe "Werte retten" im Mittelpunkt steht.Viele Gäste waren der Einladung der Hohenfelder gefolgt, das Jubiläum festlich zu begehen. Als "langjähriger Feund und guter Bekannter" nehme er am Festkommers teil, sagte Hans-Peter Kröger, Präsident des deutschen Feuerwehrverbandes, der als Geschenk aus Berlin einen "Feuerbär" mitgebracht hatte. Sehr viel mehr Frauen müssten geworben werden, um die Herausforderungen der Zukunft zu bestehen, führte er aus und lobte, dass in Hohenfelde schon seit 1971 Frauen in der Wehr mitgewirkt haben.
Als Festredner ließen sich unter anderen auch Kreispräsident Peter Sönnichsen, Kreiswehrführer Helmut Müller, Amtswehrführer Kalr-Heinz Antolic und Amtsvorsteher Olaf Arnold die Geschichte der Hohenfelder Wehr Revue passieren, die derzeit aus 29 Aktiven besteht. Für den NAchwuchs sorgt die Jugendfeuerwehr "An der Hfe" mit mittlerweile 23 Jugendlichen.
Bei allem Engagement der Hohenfelder ist es in 75 Jahren zum Glück nie zu schweren Unfällen der Feuerwehrleute gekommen - bis auf einmal. In den letzten Kriegstagen wurde der erste Wehrführer Hans Geerdts, auf dessen Initiative die Feuewehr gegründet worden war, bei der Fahrt zu einem Einsatz von einem Tiefflieger erschossen. Ihm zu Ehren wurde eine Gedenktafel angefertigt, die in Kürze am Gerätehaus angebracht werden soll.
Bürgermeister Heinrich Övermöhle - selbst aktiv in der Wehr -, der die hervorragende Zusammenarbeit zwischn der Gemeinde und der Feuerwehr gelobt hatte, konnte auf dem Festkommers drei Ehrungen vornehmen. Das Brandschutzehrenzeichen in Silber wurde Hans Stauch 25 Jahre aktiven Dienst angeheftet. Die Auszeichnung für 30 Jahre ging an Arne Vehrs und Jürgen Ehlers, den Wehrführer Ludwig Fink als unverzichtbares "Rückrat" der Wehr bezeichnete.

Ein "Feuerbär" war das Geschenk von Feuerwehrverbandspräsident Hans-Peter Kröger (links)
an Wehrführer Ludwig Fink

Die Gedenktafel für Gründervater Hans Geerdts präsentierte Wehrführer Ludwig Fink