Einsätze & Übungen

29.Juni 2011: Großfeuer zerstört kombiniertes Wohn- und Wirtschaftsgebäude in Satjendor
Zu einem der größten Brandeinsätze der vergangenen Jahre wurden die Feuerwehren aus der näheren und weiteren Umgebung von Satjendorf (Gemeinde Panker) am Abend des 29.Juni alarmiert. Um 19.49 Uhr heulten die Sirenen, Alarmierungsstichwort war "Gebäudebrand mit Menschleben in Gefahr" in der Satjendorfer Dorfstraße. Bereits auf der Anfahrt zum Einsatzort konnten wir zunächst eine große Rauchsäule, kurze Zeit später den auf gesamter Länge brennenden Dachstuhl eines Gebäudes erkennen. Sofort nach dem Eintreffen am Einsatzort bagannen wir dem Aufbau einer Wasserversorgung aus einem in der Nähe befindlichen Teich, parallel dazu rüsteten sich die ersten Atemschutzgeräteträger aus.
Das ca. 30 x 40 Meter große Gebäude brannte bereits in voller Ausdehnung, so das es zunächst galt, die in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen und akut durch das Feuer gefährdeten Gebäude zu schützen. Durch den massiven Einsatz von Wasser konnten diese Wohngebäude gehalten werden, lediglich der Dachstuhl des durch eine Brandwand vom brennenden Wohn- und Wirtschaftsgebäude getrennten Hauses wurde teilweise in Mitleidenschaft gezogen. Glücklicherweise stellte sich schnell heraus, das sich keine Menschen mehr in dem Brandobjekt befanden, jedoch war schon zu Beginn der Löschmaßnahmen klar, daß der ehemalige, in mehrjähriger Arbeit zu einem Wohnhaus umgebaute Stall nicht mehr zu retten war.
Aufgrund der massiven Rauchentwicklung mußten nach und nach immer weitere Atemschutztrupps zum Einsatz gebracht werden. Mit mehreren C- und B- Rohren, sowie dem Wenderohr der Lütjenburger Drehleiter rückten die ca. 125 Einsatzkräfte dem Feuer zu Leibe. Nach etwa einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle gebracht, jedoch zogen sich die weiteren Löscharbeiten noch über mehrere Stunden hin, da immer wieder aufflammende Brandnester bekämpft werden mußten. Da die meißten Atemschutztrupps bereits mehrfach in Einsatz gebracht worden waren, wurden zunächst gegen 21.40 Uhr weitere Geräteträger aus Dannau und Gowens, später auch Schönberg nachalarmiert. Darüber hinaus mußten durch die Feuerwehrtechnische Zentrale des Kreises zusätzlich 40 Atemschutzflaschen zur Einsatzstelle gebracht werden. Nach cirka 6 Stunden wurden wir aus dem Einsatz entlassen und konnten gegen drei Uhr zum Gerätehaus zurück kehren.
Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Satjendorf, Gadendorf, Darry/Panker, Hohenfelde, Tröndel, Giekau, Behrensdorf, Lütjenburg, Dannau, Gowens und Schönberg, drei Rettungswagen, ein Notarzt sowie der Organisatorische Leiter der Rettungsdienstes

Unser Mitgefühl gilt der Familie, die in kürzester Zeit ihr gesamtes Hab und Gut im Feuer verloren hat !